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18 (1851) Anna von Geierstein
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pfände ich mein Wort als als ehrlicher Mann und alsEngländer von rechtmäßiger Herkunft, daß der Herzog Euchweder gefangen setzen, noch Euch eine persönliche Beleidigungzufügen wird. Ich hoffe auch Karl'n triftige Grunde dar-zulegen, aus denen ein Freundschaflsbünkniß zwischen Bur-gund und den verbündeten Schweizer Kantonen von SeitenSeiner Gnaden eine kluge und hochherzige Maßregel wäre.Es ist jedoch möglich, daß mir das Letztere mißlingt. Ge-schieht es, so wird es mir höchst schmerzlich fallen. Wenn ichaber für Euer» sichern Hinzug an de» Hof des Herzogs undEure sichere Rückkehr von demselben in Euer Vaterland ein-stehe, so denke ich, das wird nicht fehlfchlagen. Geschieht es,so soll mem eigenes und das Leben meines einzigen und ge-liebten Kindes für mein übergroßes Vertrauen auf des Her-zogs Gerechtigkeit und Ehre büßen."

Die anderen Abgeordneten standen und schwiegen undblickten auf den Landammann; aber Rudolph Donnerhügelnahm das Wort.

Sollen wir denn unser eigenes und was uns noch theu-rer ist, das Leben unsers verehrten Mitgesandten, ArnoldBiedermanns, auf das bloße Wort eines fremden Handels-mannes wagen? Wir kennen alle des Herzogs Gemüthsartund wissen wie rachsüchtig und rücksichtslos er immer gegenunser Land gewesen ist. Ich meine, der englische Kaufmannsollte sich über die Art seines Einflusses am burgundischcnHof deutlicher erklären, wenn er erwartet, daß wir so unbe-dingtes Vertrauen auf denselben setzen sollen."

Das, Signore Rudolph Donnerhügel," eutgegnete derKaufmann,steht mir nicht frei. Ich dränge mich nicht inEure Geheimnisse, ob sie Euch nun als Ganzem oder alseinzelne Personen angehören. Meine eigenen sind heilig.