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„Wir sind getheilt," antwortete der Bannerherr vonBern. — „Ich habe Las Banner von Bern dreißig Jahrelang gegen seine Feinde getragen; ich will es lieber gegendie Lanzen der Ritter ans dem Hennegau und Lothringenführen, als mich der groben Behandlung unterziehen, derwir am Stuhle des Herzogs begegnen müssen."
„Wir stecke» unsere Kipfe in des Löwen Rachen, wennwir vorwärts gehen; es ist meine Meinung, daß wir zurückwandern." — sprach Zimmermann von Solothurn.
„Ich würde nicht zum Ruckzug rathen," sagte RudolphDonnerhügel, „stände mein Leben allein auf dem Spiel; aberder Landammann von Unterwalden ist der Vater der verbün-deten Kantone und es wäre ein Vatermord, wenn ich ein-willigte, sein Leben in Gefahr zu setzen. Mein Vorschlag ist,daß wir zurückgehcn, und daß sich die Eidgenossenschaft inVertheidigungsstand setzen soll."
„Meine Ansicht ist verschieden davon," fuhr Arnold Bie-dermann fort; „und ich verzeihe es keinem Menschen, wenner, sei es nun aus aufrichtiger oder vorgeblicher Freundschaft,mein unbedeutendes Leben mit dem Vortheil der Kantone indie Waage legt. Gehen wir vorwärts, so setze» wir unsereKöpfe auf's Spiel — das mag sein. Aber wenn wir zurück-geken, so verwickeln wir unser Vaterland in Krieg mit einerMackt von erster Größe in Europa. Würdige Mitbürger!Ihr seid tapfer im Gefecht, — zeigt es auch jetzt. Wir wol-le» nicht zaudern, uns in die persönliche Gefahr zu werfen,die uns jetzt bevorstehen mag. Wenn wir das thun, so kön-nen wir möglicherweise Frieden für unser Land gewinnen."
„Ich denke und stimme mit meinem Nachbar und Ge-vatter, Arnold Biedermann," sagte kurz der Abgeordnete vonSchwyz.