Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
105
Einzelbild herunterladen
 

105

zer hatte» sie nach Hagenbach's Tod wieder bcigebracht undeiner suchte den andern in der Rückgabe derselben an ihrenrechtmäßigen Besitzer zu überbieten. Mit Mühe konnte mansie dazu vermögen, das Trinkgeld anzunehmen, welches ihnender Kaufmann aus den Mitteln, die ihm noch übrig geblie-ben, nicht blvs anbot, sondern aufdrang, und welches nachihren rohen und einfachen Begriffen den Werth dessen weitzu überschreiten schien, was sie ihm eingebändigt hatten.

Dieser Auftritt hatte kaum zehn oder fünfzehn Minutengedauert, als Rudolph Donnerhügel sich dem älteren Phiüpsonnäherte und ibn im Tone großer Höflichkeit einlud, in denRath der Häupter der Gesandschaft zu kommen. Sie wünsch-ten, sagte er, seine Erfahrung über einige wicbli w Fra reuin Bezug auf ihr Betragen bei diesen unerwarteten Ereig-nissen zu Rathe zu ziehen.

Sorge für unsere Sachen, Arthur, und rühre dich nichtvon der Stelle, auf der ich dich lasse," sagte Philipson zuseinem Sohne,besonders sorge für das versiegelte Päckchen,das mir so schändlicher- und unzerechterweise geraubt wordenist; seine Wiedererlangung ist.von der größten Wichtigkeit."

Mit diesen Worten rüstete er sich alsbald, den Bernerzu begleiten. Dieser flüsterte in vertraulichem Tone undwährend sie Arm in Arm der St. Paulskirche zugingen,

Ich denke, ein Mann von Eurer Einsicht, wird unskaum rathe», wir sollen uns dem Zorn des Herzogs von Bur-gund aussetzen, nachdem dieser durch den Verlust seiner Festeund die Hinrichtung seines Beamten so tief beleidigt wordenist. Zhr würdet wenigstens zu klug sein, um uns ferner dasVergnügen Eurer Gesellschaft und Begleitung zu gönnen, daIhr Euch hiedurch muthwillig in unser» Untergang mitver-flechten würdet."