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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Euer» Vorschriften zu gehorchen bis auf's Aeußerste; ich batteauch einmal im Sinn, dazwischen zu treten und den Mannzu schützen, aber Rudolph Donnerhügel erinnerte mich, daßEure letzten Befehle dahin gelautet, wir sollten stille stehenund die Basler ihre Handlungen verantworten lassen. Undgewiß, sagte ich bei mir selbst, mein Gevatter Arnold weißbesser, als wir Alle, was zu thun passend ist."

Ab, Rudolph, Rudolph," sagte der Landammann undblickte auf ihn mit unwilliger Miene;hast Lu dich nicht ge-schämt, einen alten Mann so zu täuschen?"

Wenn Ihr saget, ich habe ihn getäuscht, so ist dieseine harte Beschuldigung; aber von Euch, Landammann,"gab der Berner mit seiner gewohnten Ehrerbietung zur Ant-wort,kann ich Etwas ertragen. Ick) will bloß sagen, daßich als Mitglied dieser Gesandtschaft verpflichtet bin, wie einsolches zu denken und meine Meinung abzugeben; besonderswenn der nicht da ist, der Klugheit genug besitzt, um unsAlle zu sichren und zu leiten."

Deine Worte sind immer schön, Rudolph," versetzteArnold Biedermann,und ich glaube, deine Meinung seiauch gut. Doch gibt eS Zeiten, in denen ich einigermaßendaran zweifle. Aber lassen wir Len Woitwechsel, und gebtmir Euern Rath zu Horen, meine Freunde. Wir wollendarum in die Kirche gehen, wo er uns am meisten Nutzenbringen mag, und wo wir zuerst unser» Dank für die Be-freiung vom Mord darbriugen und dann überlegen wollen,was zunächst zu thun ist.'

Der Landammann schlug demzufolge den Weg in dieSt. Paulskirche ein und seine Genossen folgten ihm in ihrerOrdnung. Dies verschaffte Rudolph, der als der jüngste dieandern vorangehe» ließ, Gelegenheit, Rüdiger, des Landam-