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18 (1851) Anna von Geierstein
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verbeugte sich mit Bescheidenheit, als die Menge ihn mitBeifallsrufen begrüßte.

Edle Ritter, freigeborene Herren und gute Bürger,"sprach er,die Ihr dieser Handlung der Gerechtigkeit beige-wohnt. ich bitte Euch, mir zu bezeugen, daß dieses Urkheildem Spruche gemäß mit einem Slreich, ohne verfehlten oderwiederholten Hieb, vollzogen worden ist."

Das Beifallsgeschrei fing wieder an.

Lange lebe unser Scharfrichter Steinernher und mögeer sein Geschäft noch an manchem Tyrannen verrichten!"

Edle Freunde," sprach der Nachrichtcr mit der tiefstenVerbeugung.Ich habe noch ein anderes Wort zu reden,und ein stolzes Wort soll es sein. Gott sei der Seele desguten und edlen Ritters, Herrn Archibalds von Hagenbachgnädig. Cr war der Beschützer meiner Jugend und meinFührer auf dem Wege der Ehre. Acht Stufen zur Freiheitund zum Adel habe ich auf den Häuptern von freigeborenenRittern und Edlen erlliegen, die auf seinen Befehl gefallensind; die neunte, durch welche ich solche erreicht, habe ich aufseinem eigenen zurückgelegt. In dankdarem Andenken daranwill ich diesen Beutel voll Gold austheilen, den er mir erstvor einer Stunde übergab, um Messen für seine Seele lesenzu lassen. Ihr Herren, edle Freunde und nunmehr meineStandesgenossen, La Ferette hat einen Edelmann verlorenund einen gewonnen. Die heilige Jungfrau sei dem abge-schiedenen Ritter, Herr» Archibald von Hagenbach gnädigund segne und beglücke den Fortgang St>phanus Steineru-herz vom Blutackir des jetzo rechtmäßigen Freien und Edeln "

Damit nahm er aus der Mütze des Verlebten die Feder,welche mit dem Blut desselben besudelt neben seinem Leich-nam auf dem Schaffet lag, steckte sie in seine eigene Kappe