Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Statthalters Soldnern stunden entwaffnet und geduckt vor derWut» eines Bürgcrhaufens, d>-s die Straßen stillte, mit nie-dergeschlagenen Angen Vinter der Säiaar der Bergbewohner,alS ibrem sichersten Zufluchtsort, Aber das war nicht 'Alles.

Die Karren, die man kürzlich aufgestellt, uni den Durch-gang durch die Straße zu sperren, waren jetzt zusamnienge-bunden und dienten als Unterlage für ein Schaffst, welchesman in der Eile aus Brettern zusammengesetzt batte. Aufdaffelbe batte man einen Stuhl gestellt, und auf diesem saßein großer Mann; Kops, Hals und Schultern entblößt, undden übrigen Körper in eine glanzende Rüstung gehüllt. SeinGsstcht war todesblaß, aber der junge Philipson erkannte inihm den dartberz>gen Herrn Archibald von Hagenbach. Er-schien an den Stnbl festgebunden zu sein. Aus seiner Rech-ten, ganz nabe an ibm, stand der Pfarrer an der SanktPanlSkirche mit seinem Brevier in der Hand und murmelteNebele. Links und etwas hinter dem Gefangenen zeigte stchein großer rotbgekleideter Mann, der sich mit beiden Händenauf ein bloßes Sbwert stützte, welches wir früher beschriebenhaben. In dem Augenblick, da Arnold Biedermann erschien,und ehe der Landammann die Lippen öffnen konnte, uni zufragen, was der Vorgang vor ihm bedeuten solle, zog stchder Priester zurück, der Scharfrichter trat vorwärts. Erschwang sein Schwert, führte de» Streich, und der Kopf desOpfers rollte auf das Schaffet- Ein allgemeines Beifalls-geschrei und Händeklatschen, wie das, welches ein vollesTheater einem beliebte» Schauspieler an den Tag legt, folgteder geschickt vollbrachten Thal. Während der kopflose Leich-nam Ströme von Blut emporschoß, welche die Sägespähneauf dem Schaffe! aufsaugten, stellte stch der Nachrichter mitAnstand auf die vier Ecken der Blutbühne nach einander und