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Kilian, der gelernt hatte, in seines Herrn Abwesenheit dieherrische nnd unverschämte Sprache des Statthalters selbst zuführen,
„Wir sind Abgeordnete," gab der Landammann im ruhi-gen uns glejchmüthigen Ton zur Antwort, ohne den Anscheinnach das freche Betragen des Knappen für beleidigend auf-zunehmen oder zu beachten, „von den freien und verbünde-tem Zanlvnen der Schweizer Staaten und Provinzen und vonder guten Stadt Solothurn; wir sind von unserer gesetzge-benden Tagsatzung bevollmächtigt, vor Seine Gnaden, denHerzog von Burgund, in einer Botschaft von hoher Wichtig-keit für beide Länder zu ziehen, und haben die Hoffnung,mit Eures Meisters Herrn — ich meine mit dem edlen Her-zog von Burgund, einen sichern, steten und festen Frieden aufsolche Bedingungen abzuschließen, wie sie die Ehre und derVortheil beider Länder heischen, und Streitigkeiten und dieVergießung von Christenblut abzuwenden, welches sonst ausMangel an einem zeitigen und guten Verständniß stattfindenkönnte."
„Zeigt mir Eure Beglaubigigungsschreiben," sagte derKnappe.
„Wollet verzeihen, Herr Knappe," versetzte der Landam-mann, „es wird Zeit genug sein, dieß vorzulegen, wenn wirvor Euren, Herrn, dem Statthalter, stehen,"
„Das will so viel sagen, Ihr wolltet wohl, wenn Ihrwolltet. Es ist gut meine Herren. Und doch möget Ihrvon Kilian von Kersberg den Rath hinnehmen, daß es manch-mal besser ist, umzukehren, als weiter zu gehen, — Mein Herrund meines Herrn Herr sind kitzliäiere Leute, als die Krämervon Basel, an die Ihr Eure Käse verkauft. Geht heim, Ihr