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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Herr," gab der Bannerherr von Bern zur Antwort,wirsind die Abgeordneten der Schweizer und wollen blvs dieBeschwerden der Schweiz vortragen. Wenn wir uns in dieStreitigkeiten von Fremden cinlassen, so werden wir esschwieriger finden, die unseres Vaterlandes mit Vortheil fürdasselbe beizulegenj und wenn der Herzog durch diese an eng-lischen Kaufieuten verübte Niederträchtigkeit den Unwillen desenglischen Monarchen auf sich laden sollte, so wird ein Bruchzwischen beiden der Abschluß eines für die Schweizer Cantonerortheilhaften Vertrags für ihn nur um so dringender noth-wendig machen,"

Ls lag so viel Weltkluges in diesem Rath, daß AdamZimmermann von Solothurn sogleich seine Znstimmung dazuaussprach. Er fügte hinzu, daß ihr Bruder Biedermann ih-nen kaum zwei Stunden früher gesagt hätte, wie die engli-schen Kauflente auf seinen Rath und nach ihrem eigenenfreien Wunsch sich von ihrer Gesellschaft diesen Morgen ge-trennt hätten, um die Abgeordneten nickt in die Streitigkei-ten zu versteckten, welche durck des Statthalters Erpressungensich über ihre Waaren erheben könnten.

Welchen Vortheil," fuhr er fort,würden wir nun dar-aus ziehen, daß sie sich von uns losgesagt haben, wenn wir,wie mein Bruder verlangen zu wollen scheint, das, was denEngländer angeht, noch so betrachten, als wäre er unserReisegefährte, und als stünde er unter unserem besonderenSchutz?"

Dieser selbstsüchtige Sckluß traf den Landammann etwashart, denn er hatte nur kurz zuvor von dem Edelmuty desälteren Philips»» gesprochen, der sich von selbst eher einerGefahr blosgestcllt, um durch sein Verweilen bei ihrer Ge-sellschaft ihre Unterhandlungen nicht zu verwickeln. Er er-Anna v. Geierstein >i. 6