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18 (1851) Anna von Geierstein
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ihren Rang als Mädchen von ausgezeichneter Geburt getra-gen hatte. Und dock, wenn des Jünglings Augen ihn jetztrecht berichteten, wie war zu verstehen, was ste ihm früherkund gethan, als sie vor kaum mehr als einer halben Stundein dem unterirdischen Verließ von La Ferette unter so ganzverschiedenen Umständen dieselbe Gestalt erblickt hatten. DasGefühl, welches dieser Gedanke in ihm erregte, war mächtigaber vorübergehend wie der Blitz, der durch den mitternächt-lichen Himmel stammt und welcher kaum wahrnehmbar wird,ehe er wieder in der Dunkelheit verschwindet- Oder vielmehrdie Verwunderung, welche dieser wunderbare Anblick erregte,faßte in seiner Seele bloß Grund in Verbindung mit derAngst um die Rettung seines Vaters, welche ihn vorherr-schend beschäftigte.

Wenn es wirklich ein Geist ist," sagte er,der dieseschone Gestalt trägt, so muß er so wohlthätig sein alser liebenswürdig ist, und wird den Schutz, welchen der Sohnzweimal erfahren, noch eher auf den desselben würdigerenVater ausdehnen."

Ehe er jedoch Zeit hatte, einen solchen Gedanken weiterzu verfolgen, war er ans den Landammann und seine Ge-sellschaft gestoßen. Bei dieser erregte seine Erscheinung undsein Zustand dieselbe Ueberraschung, welche sie früher beiRudolph und dem Vortrab veranlaßt hatten. Auf die wie-derholten Fragen des Landammanns gab er einen kurzen Berichtvon seiner eignen Einkerkerung und Flucht. Den ganzen Ruhmder letzteren ließ er dem schwarzen Pfarrherrn an der SanktPaulskirche und erwähnte mit keinem Wort der anziehende-ren weibliche» Erscheinung, von welcher dieser bei der wohl-thätigen Handlung begleitet und unterstützt worden war. Aucheinen anderen Punkt verschwieg Arthur. Er hielt es nicht