Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
77
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fechten sehen, so lang eine Stahlklinge und ein eschenerSchaft Zusammenhalten.

Bei diesen Worten schwang er seine ungeheure Partisane,daß sie nnter seiner Faust wie eine Weidenrnthe schwankte.Wahrlich, wenn es gegolten hätte, die Ungerechtigkeit wieeinen Ochsen nieder zu schlagen, so wäre in der ganzen aus-erlesenen Gesellschaft keiner gewesen, der dieses Geschäft sogut vollbracht haben würde, als Sigmund; denn vbschvnetwas kürzer von Gestalt als seine Brüder und von wenigerlebhaftem Geist, besaß er doch eine ungeheure Breite derSchultern und Kraft der Muskeln. War er völlig aufgelegtund zum Kampf gereizt ein Fall, der sehr selten eintrat sodurfte es vielleicht Rudolph selbst, so weit es sich von bloßerStärke handelte, schwierig gesunden haben, ihm die Stangezu halten.

Redlichkeit der Gesinnung und Kraft des Ausdrucks brin-gen stets eine Wirkung auf unverdorbene und edle Gemülhcrhervor. Mehre von den jungen Leuten umher riefen, Sig-mund habe wohl gesprochen; wenn der alte Mann sich selbstin Gefahr gebracht habe, so sei es geschehen, weil er mehran den Erfolg ihres Geschäfts, als an seine eigene Sicherheitgedacht, und sich lieber ihrem Schutze habe entziehen, als sieseinetwegen in Streitigkeiten habe entwickeln wollen.Um somehr," sagten sie,sind wir verpflichtet, ihn vor Schaden zubewahren; und dies wolle» wir auch thun."

Schweigt! Zhr altklugen Leute!" sagte Rudolph undblickte mit einer Miene der Ueberlegenheit um sich,und Ihr,Arthur von England, geht zu dem Landammanne, der dichthinter uns ist; Ihr wisset, er ist unser Obe>anführcr, er isteben so Eures Vaters aufrichtiger Freund und was er immerzu Eures Vaters Gunsten beschließen mag, Ihr werdet an