Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
75
Einzelbild herunterladen
 

75

eine besetzte Stadt anzugreifen, die von Festungswerken un-terstützt wird, und mehr als sechsmal so viel Leute enthält,als wir find?"

Ihr habt Freunde in der Festung," entgegnete Arthur,ich bin davon überzeugt. Horcht, was ich Euch in's Geheimzu sagen habe der schwarze Mönch thut Euch zu wissenEuch Rudolph Donnerhügel von Bern daß er Euch seinenSegen in der nördlichen Ausfallpforte zu geben erwartet."

Ja, ohne Zweifel," fuhr Rudolph fort, und entzog stchArthur's Versuch, ihn in ein vertrautes Gespräch zu verflech-ten, dadurch, daß er laut genug sprach, um von Allen ringsumgehört werden zu können.Es ist kaum daran zu zweifeln,ich werde an dem nördlichen Ausfallthore einen Priester fin-den, der mich beichten läßt und mich losspricht, und einenBlock, ein Beil und einen Nackrichter, um mir den Halsabzuschlagen, wenn jener fertig ist. Aber ich werde den Halsdes Sohnes meines Vaters schwerlich in solche Gefahr brin-gen. Wenn ste einen englischen Krämer ermorden, der sienur beleidigt hat, was werden sie mit dem Bären von Bernanfangen, dessen Fänger und Tatzen Archibald von Hagenbachzuvor schon gefühlt hat?"

Bei diesen Worten faltete der junge Philips»» die Händeund hob sie zum Himmel hinauf, wie einer, der nur nochvon dort Hülfe erwartet. Die Thränen sckosscn ihm in dieAugen, er ballte die Hände, knirschte mit den Zähnen unddrehte dem Schweizer ohne Weiteres den Rücken.

Was soll diese Heftigkeit?" sagte Rudolph,wohinwollt Ihr jetzt?"

Meinen Vater erretten oder mit ihm zu Grunde gehen,"rief Arthur, und war im Begriff, schnellen Laufes nach La