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er möge dasselbe als ein sscheres Zeichen von einem anneh-men, den er wohl kenne, und dem Ueberbringer vollen Glau-ben in Allem schenken, was er im Namen derer sagen werde,die ihn schicken."
„Non wem ist der Zettel unterzeichnet, wenn ich so freisein darf, zu fragen?" fragte Kilian.
„Es ist kein Name da — man muß voranssetze», daßder Herzog darauf ans den Edelsteinen oder vielleicht ansder Handschrift schließen werde."
„Er wird wahrscheinlich noch nicht so bald Gelegenheitfinden, an einem von beiden seine Geschicklichkeit zu zeigen,"sagte Kilian.
Der Hagenbacher blickte auf die Diamanten und lächeltefinster. Oer Scharfrichter, den die Vertraulichkeit ermuthigte,in welche er sich gewissermaßen selber eingedrängt hatte, kamwieder auf seine Forderung zurück und bestand darauf, dervermeinte Kaufmann sei ein Adeliger. Ein solches Vertrauenund ein solches unbeschränktes Beglaubigungsschreiben konnte,wie er behauptete, keinem Mann von niedriger Geburt gege-ben werden *).
„Du irrst dich, du Narr," entgegnete der Ritter. „DieKönige verwenden heutzutage die niedrigsten Werkzeuge zuihren wichtigsten Geschäften. Ludwig hat zuerst angefangen,seinen Barbier und seine Kammerdiener zu Geschäften zuverwenden, mit denen früher Herzoge und Pairs betraut wa-ren, und andere Monarchen fangen an, bei der Wahl ihrerBeamten und in wichtigen Angelegenheiten sich mehr darnach
*) Ludwig XI. war wohl der erste französische König, der bei derWahl seiner Diener nicht auf die Geburt Rücksicht nahm. Er übertrugoft Leuten von geringer Herkunft die höchsten Stellen.