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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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etwas Beleidigendes zu sagen, wenn er von dem Treibenseines Gönners zu offen und verständlich redete.

Den Herzog zu plündern, wolltest du sagen, du unver-schämter Sclave. Und wenn du das gesagt hättest, so wärestdu so dumm gewesen, als du gewöhnlich bist/' gab derHagenbacher zur Antwort.Ich nehme mir allerdings einenAntheil an dem Raub, welchen der Herzog den Ausländernabniinmt. und das mit gutem Grund. Gerade so bekommtder Jagdhund und der Falke seinen Antheil an dem Wild,was sie niederwerfen, und des Löwen Antheil noch dazu,wenn der Jäger oder Falkenier ihnen nicht zu nahe ist. Dassind die zufälligen Einkünfte meines Rangs; und der Herzog,der mich hieher setzte, um seinem Unwillen Genüge zu thunund mein Vermögen aufznbessern, mißgönnt sie einem ge-treuen Diener nicht. Und gewiß darf ich mich, so weit sichder Bezirk La Ferette erstreckt, als des Herzogs völligenStellvertreter bezeichnen, oder, wie man es auch heißenkönnte, als sein anderes Ich und demzufolge werde ichdieses Päckchen öffnen, welches an ihn und eben darum auchan mich gerichtet ist."

Als er sich so gewissermaßen selbst zu einer hohen Vor-stellung von seiner eigenen Würde hinaufgeredet, durchschnitter die Schnüre des Päckchens, welches er die ganze Zeit inder Hand behalten hatte, nahm die äußeren Hüllen ab undbrachte ein sehr kleines Kästchen von Sandelholz heraus.

Der Inhalt," sagte er,muß nvthwendigerweise kostbarsein, da er in einem so kleinen Raume liegt."

Bei diesen Worten drückte er an die Feder, das Behält-niß ging auf und zeigte ein Halsband von Diamanten, aus-gezeichnet durch Glanz und Größe und augenscheinlich vonaußerordentlichem Werth. Die Augen des habsüchtigen Statt-