Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
47
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forderte, so würden dreihundert Goldstücke keine übertriebeneStrafe für eine so kecke Handlungsweise sein. Ihr mögtdann mit dem Ueberrest Eurer Maaren ziehen, wohin Ihrwollt, wenn Ihr sie nur nicht nach Burgund bringet."

Ich muß aber ausdrücklich nach Burgund und vor denHerzog selbst," sagte der Engländer.Wenn ich nicht dahinkomme, so ist meine Reise umsonst und des Herzogs Miß-fallen fällt sicher auf die, so mir dabei Hindernisse in denWeg legen. Denn ich thue Eurer Cdeln zu wissen, daß Euergnädiger Fürst schon von meiner Reise in Kenntniß gesetzt istund strenge Nachforschungen anstellen wird, wo und von wemich darin unterbrochen worden bin."

Der Statthalter schwieg abermals und suchte herauszu-finden, wie er den Genuß seines Raubs am besten mit derVorsorge für seine Sicherheit vereinigen könnte. Nach einemBedenken von einigen Minuten wandte er sich wiederum anseinen Gefangenen.

Du bist sehr bestimmt in deinen Angaben, mein guterFreund; aber meine Befehle sind es eben so sehr und ver-bieten die Einfuhr von Maaren, die aus der Schweiz kom-men. Was dann, wenn ich auf dein Maulthier und deinGepäck Beschlag lege."

Ich kann Eure Herrlichkeit nicht hindern, zu thun, waSEuch beliebt. In diesem Fall werde ich an de» Stuhl desHerzogs gehen und dort mein Gewerbe anbringen."

Ei, und das meinige auch," antwortete der Statthalter.Das heißt, du willst bei dem Herzog gegen den Statthaltervon La Ferette Klage führen, weil er die Befehle seinesHerrn zn pünktlich ausführte?"

Bei meinem Leben und Ehrenwort." entgegnete derEngländer.Ich werde keine Beschwerde erheben. Laßt mir