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„Nickt?" sagte der Knappe. „Habe ich nicht fünf or-dentliche Schlachten gesehen, außer unzähligen Scharmützelnund Hinterhalten?"
„Das ist keine Probe des Mnths," entgegnete der Scharf-richter. „Alle Männer werden fechten, wenn sie einandergegenüber stehen, der elendeste Hund, — jeder Mistfink. Deraber tapfer ist und edel, kann das Schaffet und den Blockansehen, de» Priester, der ihm die Absolution gibt, und denHenker und das gute Schwert, das ihn in seiner Kraft nie-dermähen soll, als blickte er auf gleichgültige Dinge; und einsolcher ist der Mann, den wir eben vor uns haben."
„Ja," erwiedcrte Kilian; „aber dieser Mann schaut nichtauf solche Znrüstungen — er sieht bloß unfern edeln Gönner,Herrn Archibald von Hagcnbach."
„Und wer Herrn Archibald sieht," fuhr der Scharfrichterfort, „und ein Mensch von Gefühl und Verstand ist, wie der,welcher vor uns steht, gewißlich ist, sieht der nicht Schwertund Henker? Dieser Gefangene begreift das sicher nur zuwohl und durch die Fassung, die er trotz einer solchen Ueber-zeugung an den Tag legt, beweist er, daß er edles Blut insich hat, oder ich will nimmermehr adelig werden."
„Unser Herr wird sich mit ihm verständigen, denk' ich,"versetzte Kilian, „er sieht ihn lächelnd an."
„Dann glaubt mir nie wieder etwas," gab der Mannin Scharlach zur Antwort; es liegt in Herrn Archibalds Augeein Glanz, der Blut bedeutet, so gewiß, als der Hundssterneine Pestilenz."
Während diese Untergebenen des Herrn Archibald vonHagenbach sich so beiseits unterhieltest, hatte dieser die Ge-fangenen in eine lange Reihe verfänglicher Fragen verwickelt,die ihr Geschäft in der Schweiz, ihre Verbindung mit dem