kennen unser» edeln Herzog nicht, sie wisse» nicht, was erfür eine Gabe hat, die Bürger einer freien Stadt zu züchti-gen. Dn kannst ihnen sagen, Kilian, so gut als ein andererMann, wie er mit den Schurken zu Lüttich umging, die mitGewalt pragmatisch werden wollten."
„Ich will sie davon benachrichtigen," sagte Kilian, „wenn'sGelegenheit gibt, und ich glaube, ich werde sie in einer Stim-mung finden, die sie geneigt macht, Eure ehrenwerthe Freund-schaft zu unterhalten."
„Nun, wenn's ihnen eins ist, kann es mir ganz gleich-gültig sein, Kilian," fuhr der Statthalter fort; „aber ichmeine, ganze und gesunde Hälse sind sckon für etwas anzu-schlagen, wäre es auch nur, uni Blutwürste und Weißbierhinnnterzuschlucken, von westphälische» Schinken und Nieren-steiner gar nichts zu sagen. Ich sage, eine aufgeschlitzte Gur-gel ist ein nutzlos Ding, Kilian."
„Ich werde den dummen Bürgern ihre Gefahr und dieNothwendigkeit eines Einverständnisses begreiflich machen,"antwortete Kilian. „Ich brauche doch gewiß nicht mehr zulernen, wie ich es machen muß, um Euch den Hasen in dieKüche zu jagen."
„Du hast Recht," sagte Herr Archibald; „aber wiekommt's, daß du so wenig von dem Lager der Schweizer zusagen hast? Ich sollte meinen, so ein alter Reisiger wie duhätte ihnen während der Herrlichkeit, von der du mir dasagst, die Flügel lahm gemacht?"
„Eben so gut hätte ich einen zornigen Igel mit dembloßen Finger anrühren können," entgegnete Kilian. Ichhabe Grafslust selbst besichtigt; da waren Schildwachen anden Schloßmauern, eine Schildwache an der Brücke und nochdazu eine regelmäßige Runde von Len Schweizerburschen, die