Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

erwiederte der Knappe;aber ich habe durch sichere Kund-schafter erfahren, daß sie es ihnen möglich gemacht habensich in Grafslust einzulagern. Mancher schöne Schinken undFleischkuchen wurde geliefert, von de» Rheinweinflaschen, Bier-fässern und Krügen voll starker Wasser nichts zu sagen."

Die Basler werden dafür Rechenschaft geben, Kilian,"entgegnete der Vogt,glauben sie, ich werde mich ihnen zuLiebe immer zwischen den Herzog und feinen Willen stellen? Die fetten Schweine nehmen sich zu viel heraus, seitdemwir einige unbedeutende Geschenke mehr, um ihnen eure Ehrezu erweisen, aus ihren Händen angenommen haben, als weilwir ihre armseligen Gaben zu irgend etwas benutzen konnten»Mußten wir nicht den Wein von Bafel aus Maßbecherntrinken, damit er nickt bis zum andern Tag sauer wurde?"

Er wurde getrunken und Las aus Maßbechern," sagteKilian,so viel kann ich mich wohl erinnern."

Nun, geh' zu ihnen," sagte der Gouverneur;sie sollenwissen, tiefes Basler Vieh, daß ich mich für nichts verpflichtethalte, und daß die Erinnerung an den Wein, den ich saufe,nickt länger dauert als Las Kopsweh, welches mir der Misch-masch, mit dem sie mich heimgesucht, in den letzten Jahrenimmer zum Zeitvertreib für den nächsten Morgen zurück-gelassen Kat"

Gnädiger Herr," entgegnete der Knappe,Ihr werdetalso einen Streit zwischen dem Herzog von Burgund und derStadt Basel zuwege bringen, weil diese der Schweizer Ge-sandtschaft auf unerlaubte Art Unterstützung und Beistandgeleistet hat?"

Gewiß werde ich das," sagte von Hagenbach,wenn esnicht kluge Männer unter ihnen gibt, die mir gute Grundedafür anführen, daß ick sie in Schutz nehme. O, die Basler