Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
11
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Sag' eS mir gleich, mein Sohn," versetzte sein Vater;du sprichst mit Einem, der mit der Gefahr zu vertraut ist,um vor ihr zu erschrecken."

Es ist ein Fall, den Eure Klugheit bedenken soll," sagteArthur;ich habe, während ich die Runde mitmachte, sichereNachricht erhalten, daß der Gouverneur von La Ferette sichEures Gepäcks und Eurer Maaren unter dem Vorwand be-mächtige» wird, er erhebe Abgaben, auf die dem Herzog vonBurgund Ansprüche zustehen. Ebenso habe ich erfahren, daßdie uns begleitenden Schweizer Jünglinge entschlossen sind,diesen Erpressungen sich zu widersetzen und die Meinung he-gen, ihre Zahl und ihre Mittel reichen hin, um dies mit Er-folg zu thun."

Beim heiligen Georg, das darf nicht sein!" versetzte derältere Philipson.Das wäre eine schlechte Vergeltung fürden treuherzigen Landammann, wenn ich dem hitzigen Herzogeinen Vorwand zu dem Kriege verschaffte, den der trefflichealte Mann so ängstlich zu vermeiden wünschte, wenn es mög-lich ist. Eine Forderung, wenn sie auch unbillig ist, will ichgerne bezahlen, aber wen» sie mir meine Papiere wegnähmen,so wäre ich völlig zu Grunde gerichtet. Ich habe das theil-weise gefürchtet, und Las machte mich abgeneigt, mich desLanLammanns Gesellschaft anzuschließen. Jetzt müssen wir sieverlassen. Dieser räuberische Statthalter wird gewiß keineHand an die Gesandtschaft legen, weil sie Len Hof seinesHerrn unter dem Schutze des Völkerrechts aufsucht; aber ichsehe leicht ein, Laß er unsere Anwesenheit bei ihnen zum Vor-wände für einen Streit machen könnte. Dies wäre sowohlseiner eigenen Habsucht angemessen, als dem Wunsche derhitzigen junge» Leute, die Veranlassung zu einem Angriff su-chen. Eine solche darf nicht durch uns herbeigeführt werden.