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18 (1851) Anna von Geierstein
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zug vor und nach Mitternacht wohl und ohne Vorfälle vor-übergegangen sei, die eine Gefahr argwöhnen ließen. Dannwickelte sich der Berner in seinen Mantel und legte sich aufdas Stroh mit jener glücklichen Gleichgültigkeit gegen Be-quemlichkeit und jener Bereitwilligkeit, den Augenblick derRuhe zu benützen, welche man in einem wachsamen und müh-seligen Leben erwirbt. Wenige Minuten danach lag er infestem Schlafe.

Arthur blieb nur etwas länger auf, um einen neugierigenBlick auf die Zimmerthüre Anna's von Geierstein zu werfenund über die wunderbare» Ereignisse des Abends nachzuden-ken. Aber sie bildeten ein verworrenes Geheimniß, zu wel-chem er keinen leitenden Faden entdecken konnte, und dieNothwendigkeit einer augenblickliche» Unterredung mit seinemVater zwana ihn, seine Gedanken nach dieser Richtung hin-zulenken. Er mußte Vorsicht und Heimlichkeit bei Ausfüh-rung seiner Absicht beobachten. Darum legte er sich nebenseinem Vater nieder. Das Lager desselben war mit der Gast-freundlichkeit, die er seit dem Beginn seines Verkehrs mitdem gutherzigen Schweizer erfahren, an der Stelle des Ge-machs hergerichtet worden, welche man für die bequemste hieltund etwas abseits von den andern. Er schlief fest, erwachteaber von der Berührung seines Sohnes, der ihm größererVorsicht wegen auf englisch zuflüsterte, daß er wichtige undgeheime Nachrichten für ihn habe.

Ein Angriff auf unfern Posten?" sagte der ältere Phi-lipson;werden wir von unseren Waffen Gebrauch machenmüssen?"

Noch nicht," antwortete Arthur;und ich bitte Euch,nicht aufzustehen oder Lärm zu machen. Die Sache gehtuns allein an."