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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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ordentliches drinnen zu sehen erwartete. Endlich faßte ereinen Entschluß, drehte den Scklüssel herum, drückte dieTbüre auf und trat ein. Der Knabe folgte dickt hinterseinem Herrn und war bis zum äußersten Schrecken erstarrtund überrasckt über das, was er sah, obgleich der Anblick,wenn auch ungewöhnlich, nichts als Angenehmes und Lieb-liches darbot.

Die Silberlampe war erloschen oder von ihrem Gestellentfernt und an ihrem Platze stand eine wunderschöne Frauen-gestalt in persischer Tracht, an welcher die Fleischfarbe vor-herrschend war. Sie trug aber keinen Turban ober Kopf-schmuck irgend einer Art, außer ein blaues Band, das sichdurch ihr kastanienbraunes Haar hinzvg und von einer gvld-nen Schnalle festgehalten wurde. Die Außenseite der letzterenwar mit einem prächtigen Opal verziert und dieser verbreitetedurch das diesem Edelstein eigenthümliche Farbenspiel eineleichte röthliche Färbung, wie ein Feuerfunke.

Die junge Person war etwas unter miltlerer Größe, abervollkommen wohlgevildet, die morgeuländiscbe Kleidung mitden weiten, an den Knöcheln zusammengebundenen Hosenmachte die kleinsten und schönsten Füße sichtbar, die man jeerblickt. Hände und Ariüe vom vollkommenste» Ebenmaßkonnte man zum Theil unter den Falte» des Gewandes sehen.Das Gesickt der kleinen Dame hatte einen lebhaften Ausdruckund Geist und Witz schienen darin die Oberhand zu haben.Das schnelle dunkle Auge mit den schön geformten Augen-brauen schien ein schelmisches Wesen anzudeuten und derrosige halblächelnde Mund sah aus, als wäre er geneigt dem-selben Worte zu leihen.

Das Fußgestell, auf welchem sie stand oder vielmehrschwebte, hätte man für unsicher halten mögen, wäre eine