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18 (1851) Anna von Geierstein
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aber du bist der Weisere und sollst mich in den verborgenenGeheimnissen unterweisen."

Ihr spottet Eures Dieners," sagte der Fremde;aberwen» Danischmend Etwas weiß, was Hermann nützlich seinkann, so sollen seine Lehren sein, wie die eines Vaters anseinen Sohn!"

Komm' jetzt hervor aus deinem Zufluchtsort," fuhr derFreiherr fort.Ich schwöre dir bei dem heillgen Feuer, wel-ches ohne irdische Nahrung brennt und bei der Brüderschaft,die zwischen uns besteht, und bei dem Bug meines Pferdesund der Scbneide meines guten Schwertes, daß ich für dichBürge sein will ein Jahr und einen Tag, wenn meine Machtsich so weit erstreckt."

Der Fremde kam demzufolge hervor; und die, welche dieSeltsamkeit seines Aeußeren sahen, wunderten sich kaum, daßKaspar, der Stallmeister, sich gefürchtet hatte, als er einesolche Person im Stalle fand, ohne begreifen zu können, wiesie hereinqekommen. Als er in die beleuchtete Halle trat, inwelche der Baron ihn führte, wie er es einem willkommenenund geehrten Gast gethan haben würde, zeigte es sich, daßder Fremde sehr groß und von würdigem Aussehen war. Ertrug die Kleidung eines Asiaten, einen langen schwarzen Kaf-tan oder Mantel, wie ihn die Armenier tragen, und einehohe viereckige Mütze, überzogen mit der Wolle eines Lam-mes aus Astrachan. Jedes Stück des Anzugs war schwarz,und dies hob den langen weißen Bart hervor, der ihm überdie Brust herabfiel. Seinen Mantel hielt eine Leibbinde vonschwarzseidenem Netzwerk zusammen, in welcher statt Dolchsoder Schwerts ein silbernes Futteral mit Schreibmaterialienund einer fi'ergamentrolle steckte. Der einzige Schmuck seinerTracht bestand in einem großen Rubin von ungewöhnlichem