Nuf Anua's von Geierstcin theurer sein, als mir. Ich binnach der Familie ihres Oheims ihr nächster Verwandter undwäre ste in der Schweiz geblieben oder sollte sie, wie höchstwahrscheinlich, nach dem gegenwärt gen Besuch bei ihrem Va-ter dahin zurückkehren, so durfte vielleicht eine noch engereVerbindung zwischen uns geschlossen werden. Dies ist bloßdurch gewisse Vorurtheile verhindert worden, welche ihr Olieimin Bezug auf ihres Vaters Gewalt und unsere nahe Ver-wandtschaft hegt Die letztere ist jedoch von der Art, Laß eineHeirakhserlaubuiß erlangt werden kann und ste ist in vielenFällen schon erlangt wordrn. Ich erwähne dieser Sachenbloß, um zu zeigen, wie viel zarter ich nothwendigerweise denR»f Anna's von Geierstein behandeln muß, als es Euch mög-lich ist, der Ihr ein Fremder, mit ihr nur kurze Zeit bekanntund im Begriff seid, Euch, so weit ich Eure Absicht kenne,für immer von ihr zu trennen."
Diese Art von Entschuldigung machte Arthur so zornig,daß er alle Gründe, welche die Kaltblütigkeit anempsehlen,herbeiruft n mußte und mit scheinbarer Fassung zu »wieder».
„Ich kann keinen Grund haben, Herr Hauptuiaun, nachEurer Ansicht von einer Dame zu fragen, mit weicher Ihr sonahe verbunden seid, als cs in Bezug auf Anna von Geier-stein der Fall zu sein scheint. Ich wundere mich bloß, daßIhr bei der Rücksicht, die Euch Eure Verwandtschaft auferlegt,gemeinen Volkssagen Glauben schenken möget, die EurerBase nachtheilig sind und das ist noch mehr zu verwundern,da Ihr, wie Ihr angedeutct habt, den Wunsch heget, einenoch innigere Verbindung mit ihr einzugehen. Bedenkt, Herr,daß die Beschuldigung der Hexerei die gottloseste ist, die ge-gen christliche Frauen oder Männer erhoben werden kann."
„Und ich," sagte Rudolph, etwas heftig, „bin so weit