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18 (1851) Anna von Geierstein
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verhindert hätte, bei dem Kaiser, ihrem gesetzlichen Vormund,um die Hand der reichen Erbin zu werben. Albert von Geicr-stein erhielt, obgleich ein Verbannter, den Vorzug. Er wartapfer und schön und das empfahl ihn bei Sibillen; der Kai-ser, der damals den Plan hatte, seine Gewalr in den Schwei-zergebirgen wieder zu gewinnen, wünschte, sich großmsithiggegen Albert zu zeigen, weil er der Meinung war, dieser babeaus seinem Vaterland fliehen müssen, weil er des KaisersSache vcrlheidigt. Ihr sehet daraus, hochedler König Arthur,daß Anna von Geierstein, Las einzige Kind ans idrer Ehe,von keinem gewöhnlichen Stamme herrührt und daß Umstände,in welche sie verwickelt ist, nicht so leicht oder nach denselbenSchlußgründen erklärt und beurtheilt werden können, als beigewöhnlichen Leuten."

Bei meinem Ehrenwort, Herr Rudolph von Donner-Hügel," sagte Arthur, der eifrig bemübt war, seiner GefühleHerr zu werden,ich kann nichts in Eurer Erzählung sehenund entnehme nichts aus ihr, als daß Ihr, weil es in Deutsch-land wie in anderen Ländern Narren gegeben hat, die mitdem Besitz von Kenntnissen und Klugheit die Vorstellung vonHererei und Zauberei verbanden; daß Ihr deßhalb ein Mäd-chen, die von ihren Umgebungen immer geschätzt und geliebtworden ist, als eingeweikt in eben so ungewöhnliche als un-gesetzliche Künste brandmarke» wollt."

Nach einer Weile entgegnete Rudolph:Ich hätte ge-wünscht, daß Ihr mit den allgemeinen Angaben über diemütterliche Familie Anna's von Geierstein zufrieden gewesenwäret, da sie einige Umstände darbieten, welche sich auf dasbeziehen könnten, von waS Ihr nach Eurem eigenen Berichtdiese Nacht Augenzeuge gewesen seid und ich gehe wirklichnicht gerne in weitere Einzelnheiten ein. Niemand kann der