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welche ein widriges Geschick innerhalb dem Gesichtskreis desGeierhorsts brachte; daß sie im nächsten Jahr am Altäre biszur Ermüdung um Vergebung ihrer Sünden bettelten unddie Priester mit dem Reichthum erweichten, welchen sie überdieselben ergossen, daß sie endlich Gelübde tbaten und baldals Pilger, bald als Kreuzfahrer nach Jerusalem selbst Wall-fahrten machten, um die Ungerechtigkeiten gut zu machen, diesie ohne Bedenken oder Gewissensbisse begangen hatten."
„Das war, wie ich erfahren, die Geschichte des HauseSGeierstein," versetzte der junge Engländer, „bis Arnold oderseine unmittelbaren Vorfahren die Lanze mit dem Schäferstabvertauschten."
„Aber man sagt," entgegnete der Berner, „daß die mäch°tigen und reichen Freiherren von Arnheim in Schwaben, dereneinziger weiblicher Sprosse die Frau des Grasen Albert vonGeierstein und die Mutter der jungen Person wurde, welchedie Schweizer einfach Anna und die Deutschen Gräfin Annavon Geierstein nennen, daß dies Edle von ganz anderem
Schlag waren, daß ihr Leben sich nicht auf Sündigen und
Bereuen, auf das Plündern harmloser Bauern und das Mä-sten fetter Pfaffen beschränkte; daß sie sich noch durch etwasmehr auszeichneten, als durch den Aufbau von Schlossern mitTkürmen und Folterkammern und durch die Gründung vonKlöstern."
„Die Barone von Arnheim strebten, die Gränzen dermenschlichen Erkenntniß zu erweitern und verwandelten ihrSchloß in eine Art von hoher Schule, wo mehr alte Bücher
sich fanden, als die Mönche in der Bibliothek zu St. Gallen
aufgeschichtet haben. Auch ging ihr Strebe» nicht auf Bücherallein. Vergraben in ihren geheimen Arbeitszimmern ent-deckten sie Geheimnisse, welche hernach in der Familie vom