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18 (1851) Anna von Geierstein
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blicklichen Kriegserklärung führen. Auf der anderen Seitekonnte der junge Philipson das Betragen Donnerhügel's we-der begreifen noch billigen. Er war Mitglied einer friedlichenGesandtschaft und schien von der Absicht beseelt, jede Gele-genheit zu Entfernung eines Kriegs zu benützen.

Mit diesen verschiedenen Gedanken beschäftigt gingen sieeinige Zeit neben einander her, ohne zu sprechen, bis Rudolphdas Schweigen brach.

,,Eure Neugierde ist also vorüber, Herr Engländer," sagteer,in Bezug auf die Erscheinung Anna's von Geierstcin?"

W-it entfernt," versetzte Philipson;aber ich mochteEuch nicht mit Fragen belästigen, so lange Ihr mit EurerRunde zu thu» habt."

Die kann als beredet angesehen werden," sagte derBerner,denn hier ist kein Gebüsch in der Nähe, um einenburgundischen Knappen zu verstecken und ein Blick, den wirvon Zeit zu Zeit um uns her werfen, ist Alles, was nötbigsein durfte, um einem Ueberfall zuvorzukommeu. Und sohorcht denn, während ich eine Geschichte erzähle, die in Halleoder Laube nie gesungen oder auf der Harfe gespielt wordenist. Und doch fange ich an zu glauben, sie verdiene wenigstenseben so viel Glauben, als die Erzählungen von der Tafel-runde, welche die alten Troubadours und Minnesänger unsals die ächten Chroniken Eures berühmten Namensvettersium Besten geben.

Non Anna's Vorfahren männlicher Seits," fuhr Ru-dolph fort,werdet Ihr wohl genug gehört haben und Ihrwißt wahrscheinlich, daß sie in den alten Mauern von Geier-stein neben dem Wasserfall wohnten, daß sie Las eine Jahrihre Lehensleute quälten, das Eigentkum ihrer weniger mäch-tigen Nachbarn verschlangen und die Reisenden plünderten,