gehabt habe, bin ich ein paar Sekunden über dieselbe soüberrascht gewesen, daß ich selbst jetzt kaum Worte findenkann, davon zu sprechen."
„Da ich nicht errathen kann, was Zbr mir zu sage» ha-ben könnt," erwiederte der Berner, „so muß ich Euch lullen,deutlicher zu sprechen. Wir dickköpfigen Schweizer sind nurschlechte Rälhsellöser."
„Und doch ist es bloß ein Näthsel, was ich Euch vvrzu-legen habe, Rudolph Dvuncrhügel," antwortete der Englän-der, „und zwar ein Räthsel, das ich selbst durchaus nicht zudeuten vermag." Hierauf fuhr er, doch nicht ohne Zaudernfort: „Während Ihr Eure erste Runde um die Ruinen mach-tet. ging eine Frauengestalt vom Schloß aus über die Brücke,schritt ohne ein Wort zu sagen, an meinem Posten vorbeiund verschwand unter den Schatten des Waldes "
„Ha!" rief Oonnerhügel, ohne weitere Antwvit.
Arthur fuhr fort: „In den letzten fünf Minuten gingdieselbe Frauengestalt zum zweitenmale an mir vorbei, sie kamaus dem kleinen Dickicht bei dem Fichtenhaufen heraus undverschwand ohne eine Sylbe zu reden Erfahret ferner, dieErscheinung hatte die Gestalt, das Gesicht, den Gang und dieKleidung Eurer Base, Anna von Geierstein."
„Sonderbar genug," sagte Rudolph in ungläubigem Tone.„Ich darf Eure Worte nicht bestreiten, Ihr würdet einenZweifel daran als eine tödtliche Beleidigung aufnehmen —denn Las ist so Euer nördliches Ritterthum- Doch laßt michsagen, ich habe so gut Augen wie Zhr und alaube, sie habenEuch nicht eine Minute verlassen. Wir waren keine fünfzigEllen von dem Platze, auf dem Ihr in Staune» versunkenstandet. Wie sollten wir also nicht ebenfalls bemerkt haben,was Ihr gesehen zu haben meinet?"