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„Darauf kan» ich keine Antwort geben," fugte Arthur.„Vielleicht waren Eure Augen während der kurzen Zeit, inder ich die Gestalt bemerkte, nicht gerade auf mich gerichtet,vielleicht war sie, — wie es mit gespenstischen Erscheinungenmanchmal sein soll — bloß einer einzigen Person auf einmalsichlbar."
„Ihr glaubet also, daß die Erscheinung eine bloß einge-bildete oder gespenstische war?" sagte der Berner.
„Kann ich's sagen?" erwiedcrte der Engländer. „DieKirche versichert, es gebe solche Dinge; und gewiß ist es na-türlicher anzunehmen, die Erscheinung sei eine Täuschung, alsz» vermuthen, daß Anna von Geierstein, ein sanftes undwohlerzogenes Mädchen, die Wälder in dieser schrecklichenStunde durchstreife, wenn die Sicherheit und Schicklichkeit ihrso stark ancmpfiehlt, in ihrem Gemach zu bleiben."
„Es liegt viel Wahres in dem, was Ihr sagt," versetzteRudolph; „und doch sind Geschichte» im Umlauf, dercu mannicht gerne erwähnt und die zu beweisen steinen, daß Annavon Geierstein nickt ganz ist wie andere Mädchen; ja, manhat sie mit Leib und Seele an Orten angetroffen, wohin siekaum durch eigene Anstrengung und ohne Beihülfe hättekommen können."
„Ha!" rief Arthur; „so jung, so schön und sckon imBunde mit dem Verderber der Menschen! Es ist unmöglich!"
„Ich habe das nicht gesagt," erwiederte der Berner; „undhabe auch jetzt keine Zeit, meine Meinung deutlicher auszu-sprechcn. Wenn wir in dem Schloß Grafslust zurück sind, sowird sich Gelegenheit finden, Euch mehr zu sagen. Aber ichhabe Euch zu dieser Runde hauptsächlich veranlaßt, um Euchmit einigen Freunden zusammenzubringen, deren Bekanntschaft