daß, wenn ich jetzt erschrocken bin, mein Geist nicht bloß ir-discher Furcht für einen Augenblick unterlegen ist/'
„Laßt uns unsern Gang sortsetzen," sagte Rudolph, „wirdürfen die Sicherheit unserer Freunde nicht außer Augen las-sen. Die Erscheinung, von der du sprichst, kann auch bloßeine List sein, um unsere Obliegenheit zu unterbrechen."
Sie schritten über die vom Mond erhellte Lichtung. EineMinute Uebcrlegung brachte de» jungen Philipsvn völlig zusich selber und damit zu dem schmerzlichen Bewußtsein, daßer eine lächerliche und unwürdige Rolle in Gegenwart einerPerson gespielt habe, die er, wenigstens unter dem männlichenGeschlecht, zu allerletzt zum Zeugen seiner Schwäche gewählthaben würde.
Hastig durchlief er die Beziehungen, welche zwischen ihmselbst, Donnerhügel, dem Landammann, seiner Nichte unddem Rest der Familie bestanden, und gelangte, im Wider-spruck mit der Meinung, die er bis vor Kurzem sestgehalten,zu der Ueberzeugung, es sei seine Pflicht, dem Manne, unterLessen unmittelbare Führung er sich selbst gestellt, von derErscheinung zu sprechen, die er im Laufe dieser Nackt zwei-mal beobachtet hatte. ES konnten Familienverhältniffe ob-walten, — die Erfüllung eines Gelübdes vielleicht oder eineandere Ursache — die ihren Verwandten den Schlüssel zudem Betragen der jungen Dame geben konnte. Ueberdieswar er gegenwärtig ein Soldat im Dienst und diese Geheim-nisse konnten Nebel mit sich führen, denen man zuvorkommenoder gegen die man auf der Hut sein mußte; in jedem Fallehatten seine Gefährten ein Reckt, zu erfahren, was er gesehenhatte. Zu diesem Entsckluß war Arthur vermuthlich gelangt,als das Bewußtsein der Pflicht und die Schaam über diebewiesene Schwäche für den Augenblick seine persönlichen Ge-