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18 (1851) Anna von Geierstein
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Empfindung zu verbergen und zu besiegen, doch eine versteckteAbneigung gegen Rudolph Donnerbügel fublte, dessen offene,ober etwas rohe Vertraulichkeit Einiges von dem Betrageneines Gönners und Beschützers an sich trug, zu dem nach desEngländers schlechthin keine Veranlassung vorhanden war. Ergab zwar die Aufrichtigkeit des Berners mit gleicher Freimü-tbigkeit zurück, war aber doch immer versucht, den Ton derUeberlegenheit, welchen jener einhielt, abznlehuen oder zurück-zuweisen. Die Umstände bei ihrem Zweikampfe hatten demSchweizer keinen Grund zu einem Triumph gegeben, auchwar sich A.thur bewußt, daß er nicht in das Verzeichniß derSchweizer Jünglinge eingeschrieben war, über welche Rnoolphmit allgemeiner Zustimmung die Herrschaft ausübte. Philip-svn fand so wenig Geschmack an dieser angemaßtcn Gewalt,daß ihn der unbedeutende Spaß, in welchem Rudolph ihnKönig Arthur genannt hatte, und der ihn ganz gleichgültigließ, wenn sich solchen einer von Biedermanns Söhnen er-laubte, ihm als eine Beleidigung erschien, sobald Rudolphsich dieselbe Freiheit nahm. Er befand sich oft in der ver-legenen Stellung eines Menschen, der aufgebracht ist, demes aber an einer schicklichen äußeren Veranlassung fehlt, solcheszu zeigen. Die Wurzel dieser verschwiegene» Abneigung gegenden jungen Berner war ohne Frage ein Gefühl davon, daßdieser sein Nebenbuhler sei, aber Arthur wagte kaum, sichdasselbe einzugestehen. Uebrigens war es stark genug, umden leisen Wunsch in ihm zu unterdrücken, demzufolge ergerne mit Rudolph über den ihm wichtigsten Vorfall derNackt gesprochen hätte, und als der Gegenstand des Ge-sprächs, den sein Gesellschafter auf die Bahn gebracht, fallengelassen worden war, gingen sie schweigend neben einanderher.Den Bart auf der Schulter," wie die Spanier sagen,