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sahen sie sich nach allen Richtungen um und verrichteten sodas Geschäft einer sorgfältigen Wache.
Zuletzt und nachdem sie fast eine halbe Stunde durchWald und Feld in einem solchen Umweg um die Ruinen vonGrafslust herumgegangen waren, daß kein Raum zu einemVersteck zwischen ihnen und dem Schlosse übrig blieb, standder alte Jagdhund, den die vordere Wache führte, still undließ ein leises Brummen hören.
„Was gibt's, Wvlffänger?" sagte Rudolph und gingvorwärts. „WaS, alter Kerl! kennst du die Freunde nicktmehr von Feinden? Komm, was sagst, oder besser denkstdu? Du mußt deine Geschicklichkeit im Alter nickt verlieren;probir's noch einmal!"
Der Hund hob den Kopf in die Höhe, schnüffelte in derLuft herum, als ob er verstände, was sein Herr gesagt hatte,und schüttelte dann Kopf und Schweif, als ob er ihm Ant-wort gäbe.
„Da siehst du," sagte Donnerhügel und streichelte demThiere de» zottigen Rücken; „zweimal überlegen ist Goldwerth; du siehst, es ist am Ende ein Freund."
Der Hund wedelte abermals mir dem Schwänze und gingmit der nämlichen Gleichgültigkeit wieder, wie zuvor. Rudolphnahm seine Stelle wieder ein und sein Begleiter sagte zu ihm:
„Wir werden nächstens auf Rüdiger und unsere Gefähr-ten stoßen, denk' ich, und der Hund hört ihre Tritte, obgleichdas uns nicht möglich ist."
„Es kann doch kaum Rüdiger sein," sagte der Berner;„sein Weg um daS Schloß ist weiter als der unsere. Eskommt Jemand näher, denn der Wvlffänger ist schon wiederunzufrieden. — Seht Euch scharf um!"
Als Rudolph seinen Genossen auftrug, wachsam zu sein.