winneu, edler Fürst? Oder würde sie ihre Stelle nur beiden feigen Rittern von CornwalliS finden?'")
„Beim Lanzenstechen und Turnier kann ich für nichtsstehen," sagte Arthur, „weil ich noch keinen von Such zu Roßsitzen oder den Speer einlegen gesehen habe. Wenn aberstarke Glieder und wackere Herzen in Betracht kommen, somochte ich Euch Schweizer Kämpen mit denen jedes Landesin der Welt vergleichen, in welchem die Mannhaftigkeit inHand und Herz etwas gilt."
„Du sprichst günstig von uns; und wisse, junger Eng-länder," versetzte Rudolph, „daß wir gerade so hoch von dirdenken; ich will dir eben einen Beweis davon geben. Duhast von Pferden gesprochen. Ich weiß nur wenig von solchen;doch, meine ich, würdest du kein Roß kaufen, welches du nurmit der Schabracke bedeckt oder mit Sattel und Zaum bela-den und nicht in seinem natürlichen Freiheitszustand gesehenhärtest?"
„Gewiß nicht," entgeguete Arthur; „du hast davon ge-sprochen, als wärest du in der Grafschaft Dork geboren, dieman den lustigsten Theil des lustigen Englands nennen kann."
„Dann sage ich dir," fuhr Rudolph fort, „daß du unsereSchweizer Jugend nur halb gesehen hast. Du hast sie bisjetzt nur in ihrer untergeordneten Stellung den Aeltesten ihrerCantons gegenüber oder höchstens bei ihren Bergjagden beob-achten können, welche zwar eines Mannes Körperstärke undBeweglichkeit zeigen, aber kein Licht auf den Geist und dieAnlagen werfen, durch welche diese Stärke und Thätig-
') Die Ritterschaft von Cornwall wird in den normannisch-franzö-sischen Romanzen meistens mit Geringschätzung behandelt. Die Ursachedavon ist schwer herauszusinden. D. B.
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