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Einfall, denn wegen eines solchen könnte mich der gesundeMenschenverstand tadeln; es ist bloß das, was ich zu thunschuldig bin, was ich thun muß, wenn ich nicht jedem An-spruch eines Mannes auf Ehre und Rechtschaffenheit entsagenwill."
Kaum glaubte aber der junge Mann sich in einem Ent-schluß befestigt zu haben, gegen den keine Einwendung mög-lich schien, als er seine Gedanken abermals Wind und Wellenpreisgegeben sehen mußte. Er bedachte, daß Anna vielleichtdie benachbarte Stadt Basel zu besuchen gewünscht habenkönnte, in welche man sie Tags zuvor eingeladen hatte undwo ihr Oheim Freunde besaß. Es war freilich eine unge-wohnte Stunde für diesen Zweck; aber Arthur wußte, daßdie Schweizer Mädchen weder einsame Gänge noch späteStunden fürchteten und daß Anna in ihren eigenen Bergenbei Mondschein viel weiter gegangen sein würde, als dieEntfernung von ihrem Lagerplatz bis Basel betrug, um einekranke Freundin zu besuchen oder ein ähnliches Geschäft zubesorgen. Sich in ihr Vertrauen zu drängen, wäre unver-schämt, unartig gewesen; und da sie an ihm vorbeigegangenwar, ohne im Mindesten auf seine Gegenwart zu achten, sokonnte man deutlich sehen, daß sie nicht Lust hatte, ihn inihr Vertrauen zu ziehen. Wahrscheinlich war sie in keineSchwierigkeiten verwickelt, bei denen sein Beistand ihr vonNuken sein konnte. In diesem Fall war es die Pflicht einesMannes von Ehre, sie unbeachtet und unangchalten, wie sieweggegangen war, zurückkehren zu lassen und ihr freizustellen,ob sie ihn anreden wolle oder nicht.
Auch ein anderer Gedanke, der dem Zeitalter angehörte,ging ihm durch den Kopf, doch ohne viel Eindruck auf ihnzu machen. Diese, Anna von Geierstein so vollkommen ahn-