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ihres Kleides hatte verschwinden sehen. Er rief ihren Namenso laut, als es die Furcht, das Schloß in Aufruhr zu bringen,zuließ, er beschwor sie zurückzukchren und ihn nur ein paarkurze Augenblicke anzuhören. Aber es kam keine Antwortzurück; und als die Zweige der Baume über seinem Kopfezu dunkeln und das Mvndlicht zu verdecken anfingen, erinnerteer sich, daß er seinen Posten verlassen und seine Reisegefähr-te», die seiner Wachsamkeit vertrauten, der Gefahr einesUeberfalls ausgeseht habe.
Er eilte also zu dem Schlosse zurück. Jetzt hatte er Stoffzu verworreneren Zweifeln, zu tieferer Besorgniß, als beimAnfang seiner Wache. Er fragte sich umsonst, in welcherAbsicht das bescheidene Mädchen, deren Sitten frei, derenBetragen aber stets so zart und zurückhaltend gewesen waren,um Mitternacht in einem fremden Laude und in verdächtigerNachbarschaft ausqehen könnte. Doch verwarf er, wie ervor einer Gotteslästerung zurückgebebt wäre, jede Auslegungdavon, die einen Tadel auf Anna von Geierstein werfenkonnte. Nein, sie war nicht im Stande etwas zu thun,worüber ein Freund hätte erröthen müssen. Aber wenn erihre frühere Erregung mit dem außerordentlichen Umstandzusammcnhielt, daß sie allein und ohne Schutz zu solcherStunde das Schloß verließ, so mußte Arthur nvthwendig aufden Schluß kommen, sie müsse dringende und höchst wahr-scheinlich unangenehme Ursachen dazu haben. — Ich will ihreRückkehr abwarten," murmelte er in sich hinein, „nnd wennsie mir Gelegenheit dazu gibt, will ich ihr die Versicherunggeben, daß eine rrene Brust in der Nähe ist, welche Ehrennd Dankbarkeit verpflichten, jeden Blutstropfen für sie zuverspritzen, wenn sie dadurch vor der geringsten Unannehm-lichkeit geschützt werden kann. — „Das ist kein romantischer