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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
157
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Obgleich Arthur keinen Befehl hatte, die Personen an-zubalten, die ans dem Schloß heransaingen, sondern bloßdie, welche sich demselben nähern würde», so wäre es dochNatürlich gewesen, wenn er dessenungeachtet wenigstens derHöflichkeit wegen mit dem Mädchen ein kleines Gespräch an-geknüpft hätte, als sie an seinem Posten vorüberkam. Aberdas Plötzliche ihrer Erscheinung naluu ihm für den Augen-blick Sprache und Bewegung. Es. schien ihm, seine Einbil-dungskraft habe ein Lichtgebilde erzeugt, und dieses habeseinen äußere» Sinnen Gestalt und Züge dargeboten, die seinGeist dann vergrößert hätte; er schwieg zum Theil wenigstens,weil er sich vorstellte, was er gesehen, sei unkörperlich undnicht von dieser Welt.

Nickt weniger natürlich wäre es gewesen, wen» Annavon Geierstein sich auf irgend eine Art der Person zuerkennen gegeben hätte, welche einige Zeit mit ihr unterdemselben Dach gelebt hatte, welche oft ihr Tänzer und ihrBegleiter auf dem Felde gewesen war; aber sie gab nicht dasmindeste Zeichen der Anerkennung von sich und blickte nichteinmal nach ihm, als sie vorüberging; ihr Auge hing an demWald, gegen welchen sie schnell und fest hinschritt, und dieAeste desselben hatten sie verborgen, ehe Arthur sich hinrei-chend gesammelt hatte, um zu entscheiden', was er thunsolle.

Seine erste Empfindung war Aerger über sich selbst, daßer sie unbefragt hatte Vorbeigehen lassen, da es ja leicht derFall sein konnte, daß er sie auf einer Sendung, die sie zu soungewöhnlicher Zeit aus einem so ungewöhnlichen Ort fort-rief, hätte mit Beistand oder wenigstens mit Rath unter-stützen können. Dieser Gedanke war kurze Zeit so vorherr-schend, daß er gegen den Platz hinlief, wo er den Saum