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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Sibritte vorausging. Ein zweiter war das Eigenthum Don-nerhügel's und er hatte das Thier besonders in seiner Gewalt.Drei seiner Begleiter folgten ihm auf de» Fersen nnd diezwei andern folgten. Einer derselben trug das Horn deSwilden Berner Stiers, als Jägerhorn. Diese kleine Truppeüberschritt den Graben auf der Nothbrücke und näherte sichdem Saume des Waldes, der an das Schloß gränzte, undder wahrscheinlich einen Hinterhalt verbarg, wenn man einensolche» überhaupt zu fürchten hatte. Oer Mond war aufge-gangen und fast voll, so daß Arthur von der Anhöhe aus,auf der das Schloß stand, ihren langsamen, vorsichtigen Marschbei dem Hellen Silberlicht verfolgen konnte, bis sie sich inder Tiefe des GeholzeS verloren.

Als dieser Gegenstand seinen Augen keine Beschäftigungmehr gab, kehrten seine Gedanken von der einsamen Wachezu Anna von Geierstein und zu dem sonderbaren Ausdruckvon Kummer und Besvrgniß zurück, der diesen Abend ihreschone» Züge umwölkt hatte. Und das Erröthen, welcheseinen Augenblick die Blässe und den Schreck aus ihrem Ge-sichte vertrieben hatte, als seine Augen den ihrigen begegneten,war das Unwillen, war es Bescheidenheit oder ein Gefühl,sanfter als das erste und zärtlicher als das zweite? Derjunge Philipson, der, wie Chaucer's Gutsherr, so bescheidenwar wie ein Mädchen, zitterte fast, diesem Blicke eine sogünstige Deutung zu geben, die ein selbstgefälligerer Liebhaberohne Bedenken für sich in Anspruch genommen haben würde.Keine Farbe der auf- oder untergehcnden Sonne kam demjungen Man» so lieblich vor, als dieses Erröthen, wie esjetzt in seinem Gedächtniß auftauchte; nie fand ein begeisterterSchwärmer, ein poetischer Träumer, so wunderlicbe Gestaltenin den Wolken, als Arthur aus den Zeichen von Theilnahme,