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lasse», ohne sie anzuhalten oder Lärm z» machen, weil dieGesandtschaft veranlaßt sein könnte, Bote» hinauszuschicken."
„Du sollst die Viehseuche bekommen, du fauler Schlin-gel!" sagte Rudolph. „Du bist der einzige Faulenzer in dei-ner Verwandtschaft."
„So bin ich der einzige gescheite Kerl unter ihnen Allen,"sagte der Jüngling. — „Horch, wackerer Hauptmann, du hastzu Nacht gegessen, — nicht wahr?"
„Es ist ein Latz der Klugheit, du Eule," antwortete derBerner, „nicht nüchtern in den Wald zu gehen."
„Es ist klug zu essen, wenn man Hunger hat," versetzteSiegmund, „und es kann keine Dummheit sein, zu schlafen,wen» man müde ist." Indem er dies sagte und zwei oderdreimal schrecklich gähnte, hinkte die abgelöste Schildwachedavon und ließ die Verrenkung, über die er klagte, so deutlichals möglich sehen.
„Und doch ist Kraft in diesen lahmen Gliedern undMuth in diesem trägen und verdrossenen Geist," sagte Ru-dolph zu dem Engländer. „Aber es ist Zeit, daß ich, der ichAndere tadle, an meine eigene Aufgabe gehe. Hieher, IhrKameraden von der Wache, hieher!"
Der Berner begleitete diese Worte mit einem Pfiff, dersechs junge Leute zu ihm brachte. §r hatte sie vorher zuseinem Geschäft ausgesucht und sie erwarteten jetzt nach einemeiligen Nachtessen seine Befehle. Einer oder zwei von ihnenhatten große Spürhunde bei sich, die man zwar gewöhnlichzu Verfolgung von Thieren auf der Jagd verwandte, dieaber auch sich vorzüglich zu Entdeckung von Hinterhalten eig-neten. Zu diesem sollten sie jetzt gebraucht werden. Einsder Thiere wurde an der Koppel durch einen der Leute ge-führt, der den Vortrab bildete und den andern etwa zwanzig