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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Das wird schwerlich geschehe» könne», ehe wir den Zweckerreicht, wegen dessen wir hieber gekommen sind," sagte derLandammann, der ihre Aenßerung buchstäblich nahm,Aderleg' dich in dein Bett, Anna, nimm etwas zu Essen undein paar Tropfen Wein zn dir und du wirst morgen so mun-ter erwache», wie an einem Schweizerfeiertag, wenn die Schal-mei znm Anfstehen bläst."

Anna war jetzt im Stande, ein heftiges Kopsweh vorzu-schützen, sie lehnte alle Erfrischung ab, erklärte, sie sei un-fähig, Etwas anzuriihren und wünschte ibrem Oheim guteNacht. Dann bat sie Lisette, etwas zu Essen für sich selbstzu holen, bei ihrer Rückkehr so wenig als möglich Geräuschzu machen und ihren Schlaf nickt zu unterbrechen, wenn sieso glücklich wäre einscklasen zu können. Arnold Biedermannküßte hierauf seine Nichte und ging in die Halle zurück, woseine Amtsgenoffen mit Ungeduld auf ihn harrten, um einenAngriff auf die bereitstehenden Speisen beginnen zu können.Das Geleite der jungen Leute, mit Ausnahme derer, welcheStreifereien machten und auf dem Posten standen, hatte nichtweniger Lust dazu als ihre Vorgesetzten.

Das Zeichen zum Angriff wurde von dem Schwyzer De-putieren gegeben, dem ältesten aus der Gesellschaft, der nachpatriarchalischer Sitte den Segen sprack über das Mahl.Hierauf begannen die Reisenden ihre Arbeit mit der größtenLebhaftigkeit, denn die Ungewißheit über die Auffindung vonNahrungsmitteln und der Aufschub, den es gemacht, sie inihren Quartieren unterzubringen, hatte ihren Hunger bedeu-tend vermehrt. Selbst der Landammann, dessen Mäßigkeitsich zuweilen der Enthaltsamkeit näherte, schien diese Nachtin einer froheren Laune als gewöhnlich. Sein Freund vonSchwyz, trank und sprach, wie sein Vorbild, mehr alsAnna v. Gcierstem l. 10