Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
141
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Ueber diese Einzelnheiten wurde dem Bannerherrn Berichterstattet und er befahl Dvnnerhügel, unter den jungen Leutensechs auszulesen und solche bis zum erste» Hahnenschrei auder Außensette des Gebäudes herumstreifen zu lassen. Dannsollten ste ins Schloß zuruckkehren und eure gleiche Abtbei-lung sollte dasselbe Geschäft bis zum Morgengrauen über-nehmen, wo sse dann ihrerseits wieder abgelöe-t werden sollten,Rudolph erklärte, daß es seine Absicht sei, die ganze Narbtauf der Wache zu bleiben, und da er sich ebenso sehr durchseine Wachsamkeit, als durch Stärke und Muth auszeichnete,so hielt man für die Sicherheit des Außcnpostens hinreichendgesorgt, nachdem noch festgesetzt worden war, daß im Falleines plötzlichen Angriffs der tie,e und rauhe Ton des Schwei-zer-Horns bas Zeichen sein solle, der Streifparthei Hülsezu senden.

Innerhalb des Schlosses wurden für gleiche WachsamkeitVorkehrungen getroffen. Sine Schildwache, die alle zweiStunden abgelöst werden sollte, wurde angewiesen, ihrenPosten an dem Hauptthor einzunehmen, und zwei andere be-zogen die Wache auf der anderen Seite des Schlosses, ob-schon der Graben in dieser Gegend Sicherheit genug zu ge-währen schien.

Als diese Vorkehrungen getroffen waren, setzte sich derRest der Gesell,chaft nieder, um sich zu erfrischen. Die Ge-sandten nahmen den oberen Theil der Halle ein, die von derBedeckung ließen sich bescheiden am unteren Ende desselbengroßen Gemachs nieder. Eine Menge Heu und Stroh, diein dem weiten Schlosse aufgehäufl lag, wurde zu dem Zweckeverwendet, zu dem es von den Baslern offenbar bestimmtworden war, und auf ihm fanden sich abgehärtete Männerausgezeichnet gut gebettet, die oft im Kriege oder auf der