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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
135
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vielleicht doch erlauben, mit mir für diese Nacht nach Baselzu gehen?"

„Wenn wir von Wesen wie wir gestört werden," sagteArnold Biedermann, „so haben wir starke Arme und schwerePartisanen; sollte» wir, wie Eure Worte andeuten, durchsolche von anderer Beschaffenheit gestört werden, so habenwir gute Gewissen oder sollten sie doch haben, und Vertrauenauf den Himmel. — Gute Freunde, meine Brüder bei dieserGesandtschaft, habe ich Eure Gedanken sowohl als die mei-nigen ausgesprochen?"

Die anderen Abgeordneten gaben ihre Zustimmung zudem, was ihr Genosse gesagt, zu erkennen, und die Bürgervon Basel nahmen höflichen Abschied von ihren Gästen. Siesuchten dabei durch übertriebene Höflichkeit zu ersetzen, wassie an wirklicher Gastlichkeit fehlen ließen. Rudolph war nachihrem Weggang der Erste, der seine Meinung über ihr klein-müthiges Betragen aussprach, über das er in ihrer Gegen-wart geschwiegen. „Feige Hunde!" sagte er, „möge ihnender Schlächter von Burgund bei seinen Erpressungen das Fellabziehe», da sie lieber alte Freundschaft vcrläugnen, als denleichtesten Hauch des GrimmS eines Tyrannen ertragen wollen!"

„Und nicht einmal ihres eigenen Tyrannen," sagte einanderer aus dem Haufen, denn mehrere von den jungen Leu-ten hatten sich um die Aelteren gesammelt, um den Willkommanzuhören, den sie von den Basler Beamten erwarteten.

„Nein," versetzte Ernst, einer von Arnold BiedermannsSöhnen, „sie behaupten nicht, daß ihr eigener Fürst, der Kai-ser, es ihnen befohlen habe; sondern ein Wort von dem Her-zog von Burgund, der ihnen nicht mehr gelten sollte, als derHauch des Westwinds, ist hinreichend, sie zu solch' roher Un-gastlichkeit aufzureizen. Wir thäten gut, auf die Stadt loS