ihrem Zweikampf erfahren und mich aufgerufen hättet, ihrVorhaben zu hemmen. Darf ich fragen, wie das zu so ge-legener Zeit zu Eurer Kennlniß kam?"
„Das geschah durch meine Hausfee," antwortete ArnoldBiedermann, „die für das Glück meines Hauses geboren zusein scheint. Ich rede von meiner Nickte Anna; sie hat ge-sehen, daß zwischen den beiden Prahlhänse» ein Handschuhgewechselt wurde. Sie hat auch gehört, wie sie Tagesanbruchund Geierstein erwähnten. O Herr, man macht sich kaumeine» Begriff von dem Scharfsinn eines Weibes. Cs würdelang gedauert haben, bis meine dickköpfigen Söhne etwasdavon gemerkt hätten."
„Ich glaube, ich sehe unsere gnädige Beschützerin, wie sievon jener Anhöhe nach uns ausschaut," sagte Philipson, „aberes scheint, sie möchte uns gar sehen, ohne von uns bemerktzu werden."
„Aha," versetzte der Laudammanu, „sie hat zu erfahrengesucht, ob Niemano Schaden genommen hat, und jetzt wollteich dafür stehen, das närrische Mädchen schämt sich, so viellobenswerthe Theilnahme für eine Sache von der Art gezeigtzu haben."
„Ich möchte gerne," sagte der Engländer, „dem schönenMädchen, dem ich so hoch verpflichtet bin, meinen Dank inEurer Gegenwart abstatten."
„Dazu kann es keine bessere Zeit geben, als jetzt," sagteder Landammann und ließ des Mädchens Namen in einemder schrillen Töne erschallen, die schon berührt worden sind.
Anna von Geierstein hatte sich wirklich auf einem kleinen,etwas entfernten Hügel aufgestellt und hielt sich vor demGeschenwerden durch einen Schirm von Reisholz gesichert.Sie fuhr deßhalb bei der Aufforderung ihres Oheims in die