106
Schwere und Größe der Waffe wunderbar schien. Kein nochso geschicktes Pariren hätte das verdcrbeuschwaugere Nieder-fahren der furchtbaren Waffe verhindern können, mit welchemder Berner Kämpe das Treffen zugleich zu beginnen und zuendigen gehofft hatte. Aber der junge Philipson hatte dieScharfe seiner Augen und die Beweglichkeit seiner Gliedernicht überschätzt. Ehe die Klinge herabkam, brachte ihn einschneller Sprung außer den Bereich des gewaltigen Streichsund ehe der Schweizer sein Schwert wieder in die Höhebringen konnte, halte er eine, wenn auch leichte Wunde amlinken Arm. Zornig über den Fehlhieb und die Wunde erhobder Schweizer abermals seine Waffe und entlud, indem ersich ans die der Größe entsprechende Stärke derselben verließ,ans seinen Gegner eine Reihe von Hieben in gerader, quererund wagerechter Richtung, von links nach rechts und mit soüberraschender Stärke und Geschwindigkeit, daß alle Geschick-lichkeit des jungen Engländers nöthig war, um abznwebren,ausznweichen, zurückzugehen und sich dem Hagel von Streichenzu entziehen, die schon einzeln zu Spaltung eines Felsen hin-zureicheu schienen. Der Engländer war genöthigt, zu weichen,und bald rückwärts, bald auf die eine oder die andere Seitezu treten, bald die Trümmersiücke zu benützen, bald eine Zeitlang mit der größten Kaltblütigkeit den Augenblick abzupasien,in welchem die Stärke seines rasenden Feindes in etwas er-schöpft wäre und er sich durch einen unvorsichtigen oder wü-thenden Hieb einem wirksamen Angriff bloßsiellen würde.Der letztere dieser Vortheile hatte sich eben gezeigt; denn derSchweizer stolperte mitten in seinem hitzigen Angriff übereinen großen, unter dem lange» Grase versteckten Stein undehe er sich wieder aufraffen konnte, traf ihn ein heftigerStreich seines Gegners über den Kopf. Er ging auf seine