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Standpunkt in der Mitte des Burghofes, wo der Bodenvöllig frei war, warf den Mantel ab und zog das Schwert-
Rudolph hatte zuerst geglaubt, sein Gegner sei ein wei-bischer Junge, den der erste Schwung seiner furchtbaren Waffevor ihm wegfegen wurde. Aber die feste und behutsameStellung, die der junge Mann annahm, erinnerte de» Schwei-zer an die Mängel seines eigenen unbehülflichen Kampfwerk-zeugs und brachte ihn zu dem Entschluß, jede Uebcreilung zuvermeiden, dis einem kühne» und wachsamen Feinde Vortheilverschaffen könnte. Er zog seine gewaltige Wehre über dielinke Schulter berauf aus der Scheide und da dies Geschäfteinige Zeit erforderte, so würde sich einem Gegner dabei einfurchtbarer Vorthcil geboten haben, wenn Arthur's Siim fiirEbre ihm gestattet hätte, den Angriff zu beginnen, ehe Allesfertig war. Der Engländer blieb ruhig, bis der Schweizerseinen breiten Flamberg der Morgensonue darbot und dreioder vier Schwingungen machte, wie um das Gewicht desselbenund die Leichtigkeit zu zeigen, mit welcher er ihn handhabte,— dann sich innerhalb Schwerteslänze seinem Gegner festgegenüberstellte, seine Waffe mit beiden Händen faßte undetwas vor sich hinhielt, die Spitze gerade aufwärts gerichtet.Der Engländer dagegen führte sein Schwert mit einer Handund hielt es quer vor dem Gesicht in horizontaler Lage, sodaß er zum Schlagen, Stoßen und Abwehren zugleich bereitwar.
„Schlag zu, Engländer!" sagte der Schweizer, nachdemsie einander etwa eine Minute so gegenüber gestanden.
„Das längste Schwert sollte den ersten Streich thun,"sagte Arthur; und die Worte waren ihm noch nicht aus demMunde gegangen, als des Schweizers Schwert sich hob undmit einer Schnelligkeit niederfiel, welche in Betracht der