„Sei's! — Aber mcich' mir keinen Vorwurf, du ich dirGleichheit der Waffen anbvt," sagte der Bergbewohner, „undjetzt höre mich! Es ist das ein Streit auf Leben und Tod,jener Wasserfall bläst dabei zu den Waffen. — Ja, alterSchreihals," fuhr er mit einem Blick rückwärts fort, „es istlauge her, seitdem du den Schlachtlärm gehört. Seht ihnan. Fremder, ehe wir beginnen, denn wenn Ihr fallet, über-gebe ich Euern Leib seinen Gewässern."
„Und wenn du fällst, übermüthiger Schweizer," ant-wortete Arthur, „denn ich glaube wohl, daß dich deine Ver-messenheit in den Tod führt, will ich dich in der Kirche zuEinstedelu begraben lassen und die Priester sollen Messen fürdeine Seele singen. Dein zweihändig Schwert soll auf deinGrab gelegt werden und eine Inschrift soll den Vorüber-gehenden sagen: Hier liegt das Junge eines Bären vonBern, getödtet von Arthur, dem Engländer."
„Der Stein ist nicht im Schweizerland, so viel Felsenes auch hat," sagte Rudolph höhnisch, „der diese Aufschrifttragen soll. Rüste dich zum Kampf!"
Der Engländer warf einen ruhigen und vorsichtigen Blickauf den Schauplatz der Handlung, einen Hof, zum Theil frei,zum Theil mit Trümmern bedeckt, in größeren und kleinerenHaufen.
„Ich meine," sagte er bei sich selbst, „einer, der seinerWaffe Meister ist und dem die Unterweisungen des Botta-ferma zu Florenz im Gedächtniß sind, kann mit einem freienHerzen, einer guten Klinge, einer festen Hand und einergerechten Sache eine größere Ungleichheit gut machen, alszwei Zoll Stahl."
Während er so dachte und sich, so gut es die Zeit er-laubte, jede Beschaffenheit des Orts versprach, nahm er seinen