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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Genug, mein Freund," sagte der Landammann,wirreisen also zusammen und ich bleibe gerne bei meinem erstenVorsatz, da mir Eure Unterhaltung eben sowohl Vergnügenals Belehrung verschafft."

Indem er nun den Gegenstand des Gesprächs wechselte,sragte er, ob sein Bekannter glaube, die Einigung zwischendem König von England und dem Herzog von Burgundwerde von Dauer sein?Wir Horen viel," fuhr der Schwei-zer fort, von einem Ungeheuern Heere, mit welchem KönigEduard die englischen Besttzungcn in Frankreich wieder zuerobern vorhabe."

Ich weiß wohl," sagte Philipsvn,Laß nichts in meinemVaterlande so beliebt sein kann, als der Plan eines Einfalls inFrankreich und derVersnch, die Normandie, Maine undGascogne,die alten Besitzungen der englischen Krone wieder zu gewinnen.Aber ich zweifle sehr, ob der wollüstige Thronräuber, der sichgegenwärtig König nennt, vom Himmel bei einem solchenUnternehmen begünstigt werden würde. Der vierte Eduardst zwar tapfer und hat jede Schlacht gewonnen, in der erdas Schwert zog, und deren ist eine große Anzahl. Aber seiter auf blutigem Wege zum Gipset seines Ehrgeizes gelangtist, hat er sich eher als einen Genußmenschen, als Schwelger ge-zeigt, den» als einen wackere» Ritter. Ich glaube fast, daß erkeine Versuchung in sich fühlen wird, die weichen Betten vonLondon mit ihren seidenen Tüchern und Flaumkiffen und dieMusik einer schmachtenden, zur Ruhe einlullenden Laute gegenden Rasen von« Frankreich und die Reveille einer Lärmtrom-pete ru vertauschen, auch wenn dadurch die schönen Besitzun-gen wieder gewonnen werden könnten, die in den, von seinemehrgeizigen Hause erregten bürgerlichen Kriegen verloren ge-gangen sind."

Anna v. Gcierstein l.

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