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seiner Tochter hat. Vielleicht kann ich Albert bereden, daßer sie hier unter meiner Obhut läßt — Ich habe, mein Herr,jetzt etwas weitläufiger über meine Familienangelegenheitenmit Euch gesprochen, als nötl ig gewesen wäre, und muß mirvon Euch, als einem verständigen Mann, noch Aufmerksam-keit für das erbitten, was ich Euch ferner zu sage» habe.Ihr kennt den Hang der Jünglinge und Mädchen, mit einan-der zu plaudern, zu scherzen und zu spielen. Aus dieser Ge-wohnheit entstehen oft ernsthafte Neigungen, die man Lieb-schaften nennt. Ich hege die Zuversicht, Ihr werdet bei unserergemeinschafllichen Reise Eurem Sohn zu verstehen geben, daßAnna von Gciersteiu pasienderweise nicht der Gegenstand seinerGedanken oder Aufmerksamkeiten werden kann."
Der Kaufmann wurde roth vor Unmukh, oder etwasderartigem. „Ich habe Euch nicht um Eure Gesellschaft ge-beten, Herr Landammann, sondern Ihr habt die meinigegesucht," sagte er, „und wenn mein Sohn und ich Euch inirgend einer Hinsicht verdächtig geworden sind, so werden wiram besten gesondert reisen."
„Weidet nicht böse, werther Gast," sagte der Landam-mann, „wir Schweizer unterhalten nicht leicht einen Argwohn,und um keinen solchen hegen zu dürfen, sprechen wir von denUmständen, ans welchen ein solcher erwachsen konnte, mitmehr Offenheit, als in mehr verfeinerten Ländern der Brauchist. Als ich Euch verschlug, mein Reisegenoffe zu werden,betrachtete ich, um die Wahrheit zu sagen, und wäre sie auchmißfällig für eines Vaters Ohr — Eurem Sohn, als einemzarten Jüngling, der zu furchtsam und m lchblutig sei, umdie Gunst oder Beachtung der Mädchen ans sich zu ziehen.Aber wenig Stunden haben uns gezeigt, daß er gerade einenCharakter besitzt, der ihre Theilnahme errege» muß. Cr hat