mir niederkniete. „Oheim, schonet meines Lebens!" sagte siennd hielt ihre Händchen bittend in die Höhe, während Tvdes-sckrecken sich ans ihrem Gesicht mahlte. „Bin ich dein Oheim,kleines Mädchen," sagte ich, „und wenn ich es bin, warumsolltest du mich siirchten?" „Weil Ihr das Haupt der bösenund sä,leckten Bauern seid, die eine Freude daran haben'edles Blut zu vergießen," versetzte die Dirne mit einemMutl,. der mich überrasckte. „Wie heißest du, mein kleinesMädchen," sagte ich, „wer hat dir diese schlimme Meinungvon deinen, Vetler beigebracht und dich hieher geführt, umzu sehen, ob ich den. Bilde gleiche, das man dir von mirentworfen?" „Eitel Schreckenwald hat mich hieher gebracht,"sagte das Mädchen, die den Sin» meiner Frage nur halbverstand. „Eitel Schreckenwald," fragte ich wieder, unange-nehm berührt durch de» Namen eines Elenden, den ich soviel Ursache hatte zu hassen. Eine Stimme aus den Ruinen,wie das traurige Echo aus einem Grab, antwortete, EitelSchrcckenwald. Der Schurke trat aus seinem Versteck herausund stand vor mir mit der auffallenden Gleichgültigkeitgegen Gefahr, welche er mit seinem abscheulichen Charakterverbindet. Ich hatte meinen eisenbeschlagenen Bergstock inder Hand. Was sollte ich thun, oder was würdet Ihr untergleichen Umständen gethan haben?"
„Ich hätte ihn zu Boden geworfen und seinen Schädel,wie einen Eiszapfen in Stücke zerschlagen," sagte der Eng-länder heftig.
„Ich hätte es fast auch so gemacht," erwicderte derSchweizer, aber er war unbewaffnet, ein Bote meines Bru-ders, und also kein Gegenstand für meine Rache. Sein eige-nes keckes und unverzagtes Benehmen trug zu seiner Rettungbei. „Laßt de» Lehnsmann des edel» und hochgebornen Gva-