getödtet wurden. Auf der andere» Seite gelang es mir mitden, Beistand einer Abteilung Unterwaldener Bauern, dasSchloß Geierstein zu erstürmen. Es wurde mir rvn den Eid-genossen angeboten, aber ich wollte die scböne Sache, fürwelche ich die Waffen ergriffen, nicht dadurch besudeln, daßich mich auf Kosten meines Bruders bereicherte. Uebcrdieswäre der Aufenthalt in diesem feste» Platze für mich drückendgewesen, nachdem mein einziger Hausbeschützer in den letztenJahren eine Klinke und ein Schäferhund gewesen. Tie Fe-stungswerke des Schlosses wurden also auf Befehl der Aelte-sten des Kantons geschleift, und ich sehe in Betracht derAnwendung, die nur zu häufig davon gemacht wurde, mitmehr Vergnügen auf die verwirrten Ueberreste von Geierstein,als ich je daran gesunken, so lauge es unverletzt und schein-bar unüberwindlich war."
„Ich kann Eure Gefühle begreifen," sagte der Engländer,„obgleich ich wiederholen muß, mein Pflichtgefühl wäre nichtstark genug gewesen, um mich über meine Familienneigungenwegzusetzen. Was sagte Euer Bruder zu Euren patriotischenThalen?"
„Er war, wie ich erfuhr," antwortete der Laudammaun,„furchtbar aufgebracht, weil man ihm wahrscheinlich beigebrachtKalle, ich habe sein Schloß in der Absicht eigener Vergröße-rung genommen. Er schwur sogar, er wolle sich der Ver-wandtschaft mit mir entichlagen, mich in der Schlacht aufsu-chen und eigenhändig umbringen. Wir waren auch wirklichmit einander m der Schlacht bei Freienbach, aber mein Bru-der wurde an Ausführung seines Racheplans Lurch eine Pfeil-wunde verhindert und in Folge davon aus dem Getümmelgebracht. Ich war hernach in der blutigen und traurigenSchlacht beim Berge Hirzel und bei dem Angriff auf die