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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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mel ist und mir sechs stattliche Sohne gegeben hat. Ihr habtfünf davon an meinem Tische gesehen. Auch Albert heira-thete. Seine Frau war ein vornehmes Fraulein auS West-phalen, aber sein Hochzeitsbett war weniger fruchtbar; erbekam bloß eine Tochter, Anna von Geierstein. Hierauf ka-men die Kriege zwischen der Stadt Zürich und unsere» Wald-kantonen, in denen so viel Blut vergossen wurde und in wel-chen unsere Brüder in Zürich so unklug waren, ein Bündnißmit Oesterreich einzugehen. Ihr Kaiser bot Alles auf, umaus der günstigen Gelegenheit, welche die Uneinigkeit derSchweizer darbot, Nutzen zu ziehen. Alle, auf die er Einflußhatte, forderte er auf, seine Bemühungen zu unterstützen.Mit meinem Bruder gelang es ihm nur zu gut; denn Albertergriff nicht allein die Waffen für des Kaisers Sache, sondernnahm in das starke, feste Geierstein einen Haufen österrei-chischer Söldner auf. Mit diesen verwüstete der gottlose EitelSchreckenwald die ganze Gegend, mein kleines Erbtheil aus-genommen."

Es war eine peinliche Lage für Euch, mein wertherWirth," sagte der Kaufmann,Euch gegen die Sache EuresVaterlandes oder Bruders entscheiden zu müssen."

Ich schwankte nicht," fuhr Arnold Biedermann fort.Mein Bruder befand sich beim Heere des Kaisers und ichwar also nicht genöthigt, gegen ihn in Person thätig zu sein,aber ich kündigte den Räubern und Dieben den Krieg an,mit welchen Eitel Schreckenwald meines Vaters Haus ange-füllt hatte. Er ward mit wechselndem Glücke geführt. DerVogt brannte während meiner Abwesenheit mein Haus niederund erschlug, ach! meinen jüngsten Sohn, der bei der Ver-theidignng seines väterlichen Heerdes fiel. Ich brauche kaumhinzuzufügen, daß meine Güter verwüstet und meine Heerden