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nicht das Schicksal von Geierstein gewesen. Das Blut deralten Herren dieser Thürnie fließt noch in den Adern desBesitzers dieser Ländereien."
„Wie muß ich das verstehen, Herr Landammann?" fragtePhilipson. „Seid Ihr nicht selbst der Besitzer dieses Platzes?"
„Ihr denkt wahrscheinlich," antwortete Arnold, „ich könnenickt aus altadeligem Geschlecht entsprossen sein, weil ich lebewie die andern Hirten, weil ich hausgemachte, graue Kleidertrage und de» Pflug mit eigener Hand führe? Dieses Landenthält viele solche adelige Bauern, Herr Kaufmann, und esgibt keinen älteren Adel als den, dessen Ueberreste in meinemGeburtsland «»getroffen werden. Aber sie haben freiwilligdem druckenden Theil ihrer lehnsherrlichen Gewalt entsagtund werden nicht länger als Wölfe unter der Heerde betrach-tet, sondern als kluge Hunde, die in Friedenszeiten die Schaafebegleiten und zu ihrer Vertheidigung bereit stehen, wennKriege unseren Staat bedrohen."
„Aber," fing der Kaufmann wieder an, der sich noch im-mer nicht mit der Vorstellung befreunden konnte, daß seinschlichter und bäuerisch aussehender Wirth ei» Mann vonausgezeichneter Geburt sei, „Ihr traget nicht den NamenEurer Väter, würdiger Herr. Sie waren, sagt Ihr, die Gra-fen von Geierstein und Ihr seid" — —
„Arnold Biedermann, Euch zu dienen," antwortete derBeamte. Aber wißt, — wenn die Kenutniß davon dazu bei-trägt, daß Ihr mit einem stärkeren Gefühl von Würde oderBehaglichkeit zu Nacht esset, ich brauche nur jenen alten Helmaufzusetzen oder, wenn mir das zu umständlich wäre, nureine Falkenfeder in meine Mütze zu stecken und mich Arnold,Graf von Geierstein zu nennen. Kein Mensch könnte mirdabei widersprechen, obgleich zuvor etwas Bestimmtes über