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„Er rückte zuerst die Stange hundert Ellen weiter hinaus,als sie zuvor gestanden," sagte das Mädchen.
„Sonderbar," sagte der Landaimuaun, „das ist das Dop-pelte der gewöhnlichen Entfernung."
„Dann spannte er den Bogen," fuhr Las Mädchen fort,„und schoß mit unglaublicher Schnelligkeit die drei Pfeile,welche er in seinen Gürtel gesteckt hatte, einen nach dem an-dern ab. Der erste spaltete die Stange, der zweite Durchschnittden Strick und der dritte tödtete den armen Vogel, wie ersich in die Luft erhob."
„Bei der heiligen Maria von Einsiedeln," sagte der alteMann, indem er sich erstaunt umsah, „wenn Eure Augen daSwirklich gesehen haben, so habt Ihr ein Bogenschießen erblickt,das in den Waldstädten ohne Beispiel ist."
„Ich sage nein! mein verehrter Vetter," verfehle RudolphDvnnerhügel, dessen Verdruß augenfällig war, „es war mehrZufall, wenn nicht Täuschung oder Zauberei."
„Was sagst du dazu, Arthur?" sagte Philipson mit hal-bem Lächeln, „kam dein Glück durch Zufall oder Kunst?"
„Mein Vater," versetzte der junge Mann, „ich braucheEuch nicht zu sagen, daß ich ein bei einem englischen Bogen-schützen nicht ungewöhnliches Kunststück gemacht habe; auchrede ich nicht diesem bauernstolzen und unwissenden jungenMann zu lieb, aber unserem werthen Wirth und seiner Fa-milie will ich Antwort geben. Dieser Jüngling beschuldigtmich, ich habe den Leuten die Augen geblendet oder das Zielzufälligerweise getroffen. Was das Blendwerk betrifft, so istdort die gespaltene Stange, das zerschnittene Band und dertodte Vogel; man kann sie sehen und in die Hände nehmen,überdies wird dieses schöne Mädchen, wenn sie das Blättchenöffnen will, das ich ihr in die Hand gelegt, den sicheren Be-